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Forschungsprojekte
Laufende Projekte:
Schulische Unterforderung und Entwicklungsbeeinträchtigungen
Dr. Dominik Gyseler, Prof. Ursula Hoyningen-Süess, PD Dr. Oskar Jenni
Schulische Unterforderung ist ein häufiges Phänomen, gerade bei Schülerinnen und Schülern mit einer Hochbegabung. Schulische Unterforderung ist aber auch ein Risiko: Eine länger andauernde Unterforderung kann zu Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten führen – muss es aber nicht. Im vorliegenden Projekt werden neurowissenschaftliche (fMRI) und psychologische Methoden kombiniert, um Persönlichkeitsmerkmale zu identifizieren, die den Umgang mit schulischer Unterforderung positiv und negativ beeinflussen und gezielt trainiert werden können. Das Projekt wird von der Hochschule für Heilpädagogik (Dr. Dominik Gyseler), dem Institut für Sonderpädagogik (Prof. Ursula Hoyningen-Süess) und dem Kinderspital Zürich (PD Dr. Oskar Jenni) durchgeführt.
Schulbiographien hoch begabter Mittel- und Oberstufenschüler: Determinanten besonderer pädagogischer Bedürfnisse und die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen
lic.phil. Claudia Roth-Reber
Das Projekt Schulbiographie basiert auf einer NF-Studie (siehe Publikationen) und ist als Längsschnitt konzipiert. Beim gewählten biographischen Forschungsansatz steht die subjektive Interpretation der Schullaufbahn und der Vision des persönlichen Zukunftshorizontes im Vordergrund. Ziel der Studie ist primär die weiterführende Analyse der genannten Befunde des NFP unter Einbezug einer qualitativen Perspektive – Schüleraufsatz – und einer weiteren schriftlichen Befragung zum aktuellen Wohlbefinden, zur Schulzeit, zu Aspekten der Persönlichkeit und zum Verhältnis von Schule und Elternhaus.
Abgeschlossene Projekte:
Nationalfondsprojekt „Erziehung und Bildung hochbegabter Kinder und Jugendlicher“
(2001-2004)
In den letzten Jahren wurden hochbegabten Schülerinnen und Schülern immer häufiger sonderpädagogische Massnahmen zugewiesen. Das vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Projekt behandelte die Frage, wie diese (zunehmende) Zuschreibung sogenannter „besonderer pädagogischer Bedürfnisse“ zu erklären ist. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass sich die hochbegabten Kinder, für welche sonderpädagogische Massnahmen als notwendig erachtet werden, von den anderen kaum unterscheiden – weder in den individuellen Persönlichkeitsmerkmalen (etwa im Bereich der Leistungsmotivation) noch in jenem des Kontexts (dass sie beispielsweise aus Familien stammten, wo sie vermehrt unter stärkerem Leistungsdruck stünden). Hauptsächlich verantwortlich für die zunehmende Zuweisung Hochbegabter an die Sonderpädagogik ist offenbar die Unschärfe des Begriffs der «special needs», der «besonderen pädagogischen Bedürfnisse» – ein Begriff, der von jedermann ziemlich beliebig ausgelegt werden kann. Ob bei hochbegabten Kindern sonderpädagogische Massnahmen als erforderlich betrachtet werden, hat offenbar (wie auch im Fall anderer Kinder) vor allem mit der Weise zu tun, Abweichungen von der Norm zu sehen und zu behandeln, sowie vom vorhandenen sonderpädagogischen Angebot, den verfügbaren Plätzen usw. Der Trend hin zur Sonderbeschulung wird sich weiter verstärken, wenn keine gegenläufigen Schritte unternommen werden.
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